In Rectangle II – Vernissage am Samstag, 7. September um 18:00

ArtTalk

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Allegorie eines überwachungsfreien Raums
Marianne Mettler, Zürich | Jakob Pfaundler, Piburg | Tirol

Gesichtserkennung überall…Datenspuren, Algorithmen, Daten ICH. Die Binärcodes sind unsere Dematerialisierung.

P= Jakob Pfaundler | M=Marianne Mettler

P

Die Überwachungshysterie hat etwas Absurdes und gleichzeit Bedrohliches an sich. Ich bin von dieser Absurdität ausgegangen. Wir wissen nie genau ob die Kamera, der wir ins Augen schauen, ein Fake oder real ist.

M über P
In Pfaundler’s Installation bewachen sich die Kameras gegenseitig. Wie ein Paar; zärtlich, absurd.

P

Kann Überwachung zärtlich sein, scheinbar unberührt nur durch den Blick aufeinander. Der Raum als streichelnder Überwacher seiner Umgebung und derer, die sich in seinem Umfeld bewegen. Technologisch dem Menschen meilenweit voraus.

M

Der rechteckige, analoge Frame auf den grossformatigen Portraits ist ein Anti-Gesichtserkennungsalgorithmus der verhindert, dass Gesichtserkennungssoftware Personen erfolgreich identifiziert. Das Bubble-Frame Schutzschild kann leicht selber gemacht werden. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir unterstützen Sie dabei.

P

Die Natur „überwacht“ uns Menschen ständig und kommuniziert dabei mit Mitteln, die den Menschen nur schein- bar verborgen sind. Der Baum als leicht sichtbares Element im Wald besitzt ein umfangreiches Netzwerk. Wie wird die Datenmenge die dabei anfällt verarbeitet? Ist sie kollektiv zugänglich?

M

Gesichtserkennung überall. Unser Daten ICH verrät eine ganze Menge über uns. In vielen Bereichen unseres Alltags werden wir auf Basis unserer Datenspuren bewertet. Algorithmen berechnen Ergebnisse, von denen wir gar nicht wissen, wie diese überhaupt zustande kommen, oder wo sie letztendlich überall verwendet werden.

P

Aus einem Besuchen im Walde ergibt sich ein absurdes Bild. Bäume mit Überwachungkameras als Beispiel der scheinbar unsichtbaren Vorgänge „in der Natur“. Transferiert in die Bildsprache der Collage unserer Zeit.

M

Der Wunsch nach Überwachung als Sehnsucht nach der verlorenen Geborgenheit, wider die Einsamkeit.

Marianne Mettler & Jakob Pfaundler

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