Ein Café für den Seeburgpark!

Villa Seeburg - Bodmer-TrümplerDie Villa Seeburg auf einer zeitgenössischen Zeichnung, Autor unbekannt.

Villa Seeburg 30erDie Villa Seeburg aufgenommen in den 1930er Jahren. Foto: Baugeschichtliches Archiv / Wolf Bender & Wolf Benders Erben

 

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Zwei Visualisierungen des geplanten Pavillons, Thomas Dimov, Dipl. Arch. ETH SIA

Heute erinnert nur noch eine weinbewachsene Pergola an die bis in die siebziger Jahre hier über den gleichnamigen Park thronende Seeburgvilla. Genau hier, genaugenommen am Standort des an die Villa angebauten Ökonomiegebäudes will jetzt eine Quartierinitiative einen zweigeschossigen Pavillon errichten.* Dieser soll im Erdgeschoss ein kleines Café und im Obergeschoss einen Projektraum aufnehmen. Der von der Pergola gebildete Hof dient als Aussenraum und lässt eine Situation ähnlich eines Klosters mit Kreuzgang entstehen. Die Rolle des „Klostergartens“ übernimmt dabei der seit diesem Frühling bereits am Standort bestehende Merkurgarten. Die Projektstudie lässt die Bezugnahme auf bestimmte Gestaltungselemente der Villa erkennen und lässt sich somit auch als Erinnerung an das verlorene Baudenkmal lesen.

Die Idee des Café-Pavillons geistert schon lange in den Köpfen der MerkurgärtnerInnen. Sie findet auch Interesse beim Quartierverein und bei der Stadt. Ein solcher Raum könnte den etwas verschlafenen Park sanft beleben. Er könnte ausserdem zusätzlich zum naheliegenden Gemeinschaftszentrum eine wichtige Funktion für das zunehmend von Gentrifizierung und Kommerzialisierung gebeutelte Seefeld-Quartier einnehmen. Besonders die zahlreichen ZuzügerInnen würden einen zusätzlichen Treffpunkt begrüssen. Dieses Bedürfnis wurde bereits beim schon seit sieben Jahren bestehenden Merkurgarten Projekt deutlich sichtbar.

Am 12. Dezember um 18:00 Uhr findet anlässlich des Seefeldstamms des Quartiervereins im Hotel Seefeld ein erstes Infotreffen statt. Es soll eine Initiativgruppe gebildet werden, welche eine Trägerschaft, ein Betriebskonzept und eine Finanzierungsstrategie erarbeiten soll.

* In der aktuellen November Nummer des Quartiermagazins Kontacht erscheint ein Beitrag des Merkurgarten-Initianten Thomas Dimov, welcher die Geschichte der Seeburgvilla aufrollt und das Projekt vorstellt.

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Midissage IN RECTANGLE II am Freitag, 4. Oktober 2019 um 18:00

Nach der Vernissage laden wir euch zur Midissage:

am 4. Oktober 2019 um 18:00

durchwandern wir den Garten mit den KünstlerInnen Marianne Mettler und Jakob Pfaundler um die interaktive Installation IN RECTANGLE II zu erleben. Zusammen haben sie für das Urban Gardening Projekt eine Reihe von subtilen Interventionen zum Thema „Überwachung“ erarbeitet.

Sei Teil des Projekts IN RECTANGLE II! Wie, das erfährst du vor Ort rund um die Uhr im Merkurgarten.

mit freundlicher Unterstützung von Migros Kulturprozent

Fotos: Marianne Mettler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Rectangle II – Vernissage am Samstag, 7. September um 18:00

ArtTalk

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Allegorie eines überwachungsfreien Raums
Marianne Mettler, Zürich | Jakob Pfaundler, Piburg | Tirol

Gesichtserkennung überall…Datenspuren, Algorithmen, Daten ICH. Die Binärcodes sind unsere Dematerialisierung.

P= Jakob Pfaundler | M=Marianne Mettler

P

Die Überwachungshysterie hat etwas Absurdes und gleichzeit Bedrohliches an sich. Ich bin von dieser Absurdität ausgegangen. Wir wissen nie genau ob die Kamera, der wir ins Augen schauen, ein Fake oder real ist.

M über P
In Pfaundler’s Installation bewachen sich die Kameras gegenseitig. Wie ein Paar; zärtlich, absurd.

P

Kann Überwachung zärtlich sein, scheinbar unberührt nur durch den Blick aufeinander. Der Raum als streichelnder Überwacher seiner Umgebung und derer, die sich in seinem Umfeld bewegen. Technologisch dem Menschen meilenweit voraus.

M

Der rechteckige, analoge Frame auf den grossformatigen Portraits ist ein Anti-Gesichtserkennungsalgorithmus der verhindert, dass Gesichtserkennungssoftware Personen erfolgreich identifiziert. Das Bubble-Frame Schutzschild kann leicht selber gemacht werden. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir unterstützen Sie dabei.

P

Die Natur „überwacht“ uns Menschen ständig und kommuniziert dabei mit Mitteln, die den Menschen nur schein- bar verborgen sind. Der Baum als leicht sichtbares Element im Wald besitzt ein umfangreiches Netzwerk. Wie wird die Datenmenge die dabei anfällt verarbeitet? Ist sie kollektiv zugänglich?

M

Gesichtserkennung überall. Unser Daten ICH verrät eine ganze Menge über uns. In vielen Bereichen unseres Alltags werden wir auf Basis unserer Datenspuren bewertet. Algorithmen berechnen Ergebnisse, von denen wir gar nicht wissen, wie diese überhaupt zustande kommen, oder wo sie letztendlich überall verwendet werden.

P

Aus einem Besuchen im Walde ergibt sich ein absurdes Bild. Bäume mit Überwachungkameras als Beispiel der scheinbar unsichtbaren Vorgänge „in der Natur“. Transferiert in die Bildsprache der Collage unserer Zeit.

M

Der Wunsch nach Überwachung als Sehnsucht nach der verlorenen Geborgenheit, wider die Einsamkeit.

Marianne Mettler & Jakob Pfaundler

29. Juni 2019 ab 18:00: grosses Eröffnungsfest des neuen Merkurgartens mit Buchpräsentation, italienischem Abendessen und feinstem Sommerkino

18:00
Experimentelle Kunst im ländlichen Raum
Hanga Séra und Michael Hiltbrunner im Gespräch
 
Wie kann herausfordernde und experimentelle Kunst im ländlichen Raum stattfinden? Wie kann die Peripherie so in die Mitte rücken? Der Künstler Peter Trachsel (1949–2013) realisierte über mehrere Jahrzehnte künstlerische Projekte an den Rändern und baute ab 1987 bis zu seinem Tod in Dalvazza (Prättigau) mit dem von ihm geleiteten Institut «die Hasena» das Passagenhaus als Ort der Kunst auf. Hanga Séra (Künstlerin und Architektin, aktiv in «die Hasena») und Michael Hiltbrunner (Kulturanthropologe und Kunstforschender, ZHdK) zeigen anhand der Monografie zu Peter Trachsel das Potential seiner Arbeit für die aktuelle künstlerische Praxis. In Kooperation mit SARN / Swiss Artistic Research Network.
 
Michael Hiltbrunner erschloss das Archiv von Peter Trachsel und gab das Buch Wir muten Ihnen alles zu – Peter Trachsel und die Hasena mit heraus. Es enthält eine umfassende Retrospektive auf sein Werk und eine Würdigung seines Beitrags zu Performancekunst, partizipativer Kunst, Kunst im ländlichen Raum, Kunst und Öffentlichkeit und generell für Selbstorganisation in der Kunst. Mit Beiträgen von Linus Bill, Gina De Micheli, Charlotte Gohs, Michael Hiltbrunner, Ginia Holdener, Bernd Kempker, Birgit Kempker, Marc Matter und Yost Wächter, Gestaltung: Studio NOI. 
 
Wir muten Ihnen alles zu. Peter Trachsel und die Hasena   
Hg. von Michael Hiltbrunner und der Stiftung für fliessenden Kunstverkehr  
Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich
ISBN 978-3-85881-609-2 
19:00
feinstes talienisches Antipasti der Wahl-Venezianerin Teresa Micheletti
mit selbstgebackenem Brot aus dem garteneigenen Pizzaofen
21:30
Die Architekturtage Zürich zeigen im Sommerkino den grossartigen Dokumentarfilm „Thank you for the rain“ von Julia Dahr und Kisilu Musya

Der Merkurgarten zieht in den Seeburgpark um

Am Freitag, 26. April 2019 hat der Merkurgarten seine Planzkisten gepackt und ist von der Kreuzbühlwiese in den Seeburgpark umgezogen. Nachdem wir während knapp zwei Jahren auf dem Dach des MIGROS Provisoriums gegärtnert haben ist der denkmalgeschützte Landschaftspark zwischen Mühlebachstrasse und Zollikerstrasse nun unser neues Zuhause. Von der ehemaligen Seeburg Villa steht nur noch die pflanzenberankte Pergola. Diesem historischen Ort wollen wir in den kommenden Jahren neues Leben einhauchen, mit gärtnerischen Aktionen, mit kulturellen Veranstaltungen und auch mit der Weiterführung unserer Reihe „kunst pflanzen“. Im unteren Bereich des Parks betreibt eine Gruppe von Quartierbewohnern schon seit längerem den Labyrinthgarten. Hoi Zäme!

Wer rund um den den Seeburgpark wohnt ist herzlich eingeladen, in unserem Gemeinschaftsgarten mitzumachen. Die Jahresmitgliedschaft im Trägerverein in_between : culture kostet nur fünfzig Franken und mitmachen kann jeder und jede.

Quartier macht Schule: Vier Jahre kunst pflanzen (Szenischer Vortrag)

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Nach vier Jahren „kunst pflanzen“ stellen wir die mehr als zwanzig Kunstwerke und Performances, die in enger Zusammenarbeit mit den KünstlerInnen für den Merkurgarten entstanden sind, in einem szenischen Vortrag vor.
Es sind Objekte, Aktionen, Bilder und Performances, manche stehen noch im Garten, andere sind für eine kurze Zeit bei uns gewesen, einige schlummern in der Erde.

Die Veranstaltung ist Teil von „Quartier macht Schule“, eine Zusammenarbeit der sozio-kulturellen Insitutionen der Kreise 1,7 und 8.

Mit freundlicher Unterstützung von Migros Kulturprozent.
Samstag, 29. September um 17:00
Merkurstrasse 6. 8032 Zürich
(auf dem Dach des Migros Provisoriums am Kreuzplatz)

Literatur für das, was passiert am Samstag, 8. September 2018 um 18:00

„Literatur für das, was passiert“ sind SchriftstellerInnen, die sich zusammengetan haben, um mit ihrem Schreiben Menschen auf der Flucht zu helfen.

Es schreiben:

Werner Rohner,
Ulrike Ulrich,
Isabel Capron, (auch in Französisch)
und Julia Weber
auf der Dachterasse des Merkurgartens.

Nina Weber zeichnet.

Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich einen Text schreiben, den Sie auch gleich illustrieren lassen können.
Das können Gedichte, Pamphlete, Haikus, Liebesbriefe, das kann alles sein!
Die dafür entgegengenommenen Spenden gehen an Menschen auf der Flucht. Dabei werden Organisationen unterstützt, die vor Ort tätig sind, die medizinische Hilfe leisten, Nahrungsmittel, Kleidung verteilen und die Menschen bei der Weiterreise finanziell und rechtlich unterstützen.

kunst pflanzen 2018

Samstag, 7. Juli 2018

um 18:00 Uhr Vernissage ZENTRUM DES KLANGES, RAND DER STILLE

um 21:15 Uhr Sommerkino WILD PLANTS im Rahmen des Rooftop Day Zürich, powered by Architekturfilmtage Zürich

 

um 18:00 Uhr: ZENTRUM DES KLANGES, RAND DER STILLE

mit Esneider Gamboa, Tea Hatadi, Sylvia Jaimes, Igor Juran, Almira Medaric, Bojan Mucko, Maja Rozman, Goran Skofic, Marijana Stanić, Mirjam Wanner und Josip Zanki

Das interdisziplinäre Kunstprojekt „Zentrum des Klanges, Rand der Stille“ eröffnet ein neues Feld der internationalen Zusammenarbeit, indem es die Klanglandschaften von Städten, durch die Gravitationszonen und Peripherien von Zagreb, Zürich, Bogotá und Santa Marta erkundet: Mit der Lärmkartierung von urbanen Zentren, versuchen die KünstlerInnen bekannte Orte, fremden Zentren in eine bislang unerforschte Gegenüberstellung zu bringen, Punkte ihrer Annäherung und Auseinandersetzung zu erkunden und neue Ebenen des Verständnisses zu eröffnen.

Initiiert wurde das Projekt 2016 von den kroatischen KünstlerInnen Tea Hatadi, Marta Banić und Bojan Mucko.

Das Projekt wurde unterstützt von dem Kulturministerium der Republik Kroatien und dem City Ofice für Bildung, Kultur und Sport, Zagreb.

Die Residenzen im Jahr 2017 in Kolumbien und Kroatien wurden unterstützt von der Kulturstiftung des Kantons Thurgau; dem Kulturministerium der Republik Kroatien; dem City Ofice für Bildung, Kultur und Sport, Zagreb; der Stadt Krizevci; dem Kulturministerium von Kolumbien

Residenz im Merkurgarten in Zürich

2-7. Juli 2018

Mit der Residenz im Merkurgarten inmitten der Stadt Zürich bietet sich eine höchst spannende Ausgangslage für erste Recherchen in der Schweiz. Wir können vom Zentrum ausgehend Material sammeln, Kontakte mit Kunstinstitutionen knüpfen und den Austausch mit Nachbarn (Jugendmusikschule, Migros), AnwohnerInnen und NutzerInnen des Gartens sowie einzelnen Fachpersonen und interessierten Kunst- und Kulturschaffenden suchen und starten.

Zentrum des Klangs Rand der Stille_Projektbeschrieb

 

um 21:15 Uhr: Sommerkino

WILD PLANTS / 2016, Schweiz, von Nicolas Humbert

Der Dokumentarfilm porträtiert Menschen, die sich entschieden haben, näher bei und mit den Pflanzen zu leben – es ist Teil ihrer Weltanschauung: beim Selbstversorger-Paar in Detroit ebenso wie beim jungen Mann eines Gartenkollektivs in Genf oder Maurice Maggi, dem Guerilla-Gärtner aus Zürich. Der Film nimmt den langsamen Rhythmus der Pflanzen auf, lässt durch die Montage poetischer Einstellungen Stimmungen und Geschichten entstehen und liefert Denkanstösse zum respektvollen Umgang mit der Natur. (Cineman)

Es geht also um das Leben und den Tod, um das, was man dem Boden abgewinnen kann und ihm wieder zurückgeben soll, um Gartenkollektive und einzelne Gärtner, um ein wenig Philosophie und Ideologie, um Religiosität und Spiritualität, um Tradition, Transzendentalismus und schmutzige Finger. Das ist in der Summe recht viel, weshalb Wild Plants sein Thema in erster Linie als Gegenbewegung beschreibt: Man beobachtet in der Romandie die Agrargemeinschaft Jardin de Cocange, die sich als Résistance der Nachhaltigkeit betrachtet, man begleitet einen indianischen Aktivisten, der von seiner Verwurzelung und dem Erbe seiner Ahnen berichtet, und man besucht den Zürcher Sämann Maurice Maggi, der von seinem «Pakt mit den Pflanzen» erzählt und zu seinem Guerilla Gardening spekuliert, dass die Stadt wohl in zehn Jahren überwuchert sein dürfte, würde man der Natur ihren freien Lauf gewähren (ein Szenario, das übrigens Nikolaus Geyrhalters jüngster Dokumentarfilm Homo Sapiens skizziert). (Filmbulletin)

 

„Hammock time“ Freitag, 22 – 24. September 2017

«Hängematten-Zeit» ist ein künstlerisches Projekt zum Thema Freizeit im Merkurgarten Zürich

Hängematten im Merkurgarten

Fotomontage: Verica Kovacevska

 

An einem September-Wochenende verwandelt sich der Merkurgarten in Zürich in ein kleines Hängematten-Paradies. Ein Künstlerprojekt lädt zur Beteiligung ein!

Daten von Hammock Time:

Freitag, 22. September 2017, ab 18.00

Samstag, 23. September 2017, 11–18 Uhr

Sonntag, 24. September 2017, 11–18 Uhr

Bei Regen werden die Zeiten angepasst. Infos unter 076 332 55 84

Besucherinnen und Besucher des Merkurgartens in Zürich werden an drei aufeinander folgenden Tagen von einer Künstlergruppe eingeladen, sich in eine Hängematte zu legen. Ziel ist eine veränderte Perspektive in der Horizontale einzunehmen, sich frei schwingenden Tagträumen und ausgiebiger Entspannung hinzugeben. Hängematten-Besuchende werden danach ermutigt, eine Spur ihrer Erfahrung in Wort, Zeichen oder Farbe im Hammock-Time-Archiv zu hinterlassen. Das Projekt richtet sich an Erwachsene wie auch an Kinder.

Einer vietnamesischen Tradition folgend werden mehrere Hängematten im Merkurgarten zwischen Schatten spendenden Bäumen in der Nähe von Strassen aufgespannt sein.

Gespielt wird mit dem Kontrast von der schwingenden Hängematte als Metapher von Freizeit, Musse und Untätigkeit, und dem Verkehr als Symbol von zielgerichteter Aktivität und funktionaler Bewegung. Hammock Time untersucht Konzepte von Freizeit in der Stadt und wirft folgende Fragen auf: Was passiert, wenn wir unsere Frei-Zeit auf Nichts-Tun reduzieren? Das Projekt ist ein Angebot von freier Zeit: Welchen Raum, welche Form geben wir ihr? Welchen Wert? Wie erleben wir sie?

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von drei Schweizer Künstlerinnen und einer Kunsthistorikerin: Amaya Ha Minh, Vera Kovacevska, Nele Gesa Stürler und Angelica Tschachtli; kuratiert von Hanga Séra, Kuratorin der „kunst pflanzen“ Serie im Merkurgarten.

Mit freundlicher Unterstützung von Migros Kulturprozent

Die Künstlergruppe bereitet das Projekt Hammock Time vor

Foto: Angelica Tschachtli

 

Beteiligte:

Amaya Ha Minh

1975 in Lausanne/Schweiz geboren, mit spanischen und vietnamesischen Wurzeln. Ausbildung an der Ecole Hôtellière de Lausanne und in expressiver Kunsttherapie (2008–2009). Autodidaktische Malerin, seit 2002 Studio in der Ateliergemeinschaft Bellevaux. Malerisch erkundet sie die Gemeinsamkeiten verschiedener geografischer Räume und Themen wie Anachronismus. Während vier Jahren Co-Leiterin eines Malateliers für Personen mit mentalen Behinderungen und Personen mit schwierigem Migrationshintergrund.

www.amayahaminh.tumblr.com

Nele Gesa Stürler

1965 in Baden-Baden/ Deutschland geboren. Studium der Bühnengestaltung an der Akademie der Bildenden Künste, Wien (1986–1991). Assistenz in Film-, Theater- und Opernprojekten in Hamburg, London, Brüssel, Berlin und Wien. Als freie Bühnen- und Kostümdesignerin tätig in Berlin, München und Graz (1992–2001). Tätig als Bildhauerin, Malerin, Fotografin sowie in einer Institution für Behinderte. Seit 2005 lebt und arbeitet sie in der französischsprachigen Schweiz.

www.nelegesa.net

Angelica Tschachtli

1976 in Bern/Schweiz geboren. Seit 2013 Redaktorin SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) sowie wiss. Mitarbeiterin für Digitale Kunstgeschichte, Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta), ETH Zürich. Ausgebildete Primarlehrerin. Studium der Kunstgeschichte an der Universität Freiburg i. Ue. (2002–2011). Redaktorin bei der Tageszeitung «Freiburger Nachrichten» (2001–2010). Wiss. Mitarbeiterin bei der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern (2012–13).

‏www.sik-isea.ch

Verica Kovacevska 

‏1982 in Skopje/Mazedonien geboren. Seit 2009 lebt und arbeitet sie in Zürich. Ihre performativen Kunstprojekte ermöglichen häufig eine direkte Teilnahme des Publikums und fokussieren auf Themen der städtischen Umgebung. Sie stellt regelmässig in Europa und Übersee aus (z.B. 11. Manifesta, Zürich; re.act.feminism, Akademie der Künste, Berlin; 4. Moskau Biennale, Moskau; Belgrad: Nonorts, Museum für Zeitgenössische Kunst, Belgrad; Other Possible Worlds, Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain, Luxembourg; Liquid Cities, Micro Museum, New York). Sie studierte Visual Arts with Theatre and Performance an der Universität Plymouth, England (BA, 2004) und Arts, Culture and Education an der Universität Cambridge (MPhil, 2007).
www.kovacevska.net

 

Hängematten in Vietnam

Foto: mirela16

 

kunst pflanzen – Vernissage 8. Juli 2017 18:00

Die Künstlerinnen Mirjam Wanner und Hanga Séra stellen ihre grossformatigen Serien „The girl is free“ und „The sky is the limit“ in den Merkurgarten. Die Serien bestehen aus drei Fotografien und bilden je ein räumliches Gebilde.

Vernissage mit Künstlergespräch und Barbecue am Samstag, 8. Juli 2017 um 18:00

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„The sky is the limit“

Ortspezifische Foto-Installation für den Merkurgarten von Hanga Séra, 2017

Der Merkurgarten ist ein Ort der Ruhe.

Mitten in der Stadt, unweit des Bahnhofs Stadelhofen ist er ein faszinierendes Gemisch aus Gemeinschaftsgarten, Kunstraum und seit neuestem auch Le- bensmittelgeschäft. Beobachte ich die NutzerInnen durch das ganze Jahr, sehe ich, dass viele sich hier eine Pause gönnen:

Jugendliche aus den Sekundarschulen der Umgebung verbringen ihre Mittags- pausen hier, in streng nach Geschlechtern getrennten Gruppen. RentnerInnen schauen bei dem Max Bottini-Tisch vorbei und stellen neue Weingläser oder Karaffen auf den Tisch, HundebesitzerInnen spazieren vorbei und halten an für ein Moment bei der Kunstkiste von Microcollection. Der Palettenwürfel mit dem Pizzaofen dient als Schatten spendendes Element für ein Mittagsschläf- chen im Sommer. Es ist ein Ort, der mir immer wieder das Gefühl gibt, weniger Regeln befolgen zu müssen als an anderen öffentlichen Orten der Stadt.

Dieses Gefühl der Freiheit ist die Basis meiner Serie.

Es sind Ausschnitte von Szenen, die die BetrachterInnen frei ergänzen können: ein Stück Strand, ein Stück Himmel, ein wenig Drachen. Eine Meerjungfrau mit lackierten Fingernägeln. Der Himmel über einen fernen Ort, ob im Norden oder im Süden, ist nicht klar. Die Wolken, blau und grau und rosa, könnten aber auch über Zürich schweben.

Meine Bilder sind wie Teile einer Comics, einer Geschichte mit offenem Anfang und ungewissem Ende.

© Hanga Séra, 2017

Kontakt: info@seraildi.com

 

„The girl is free“

Ortspezifische Foto-Installation für den Merkurgarten von Mirjam Wanner, 2017

Meine Rolle als visuelle Künstlerin lege ich immer wieder so aus, dass ich Bilder produziere, die ich vergeblich suche. Bilder, die inspirieren und den Blick differenzieren und in einer Form aufbrechen müssen. Die Fragen die ich mir zu und während dieser Arbeit stellte: Was macht das mit uns, dass Mädchen und Frauen nicht den gleichen Zugang und Umgang in und mit dem (öffentlichen) Raum haben. Wo fängt die Zensur an? In der Erziehung, in Alltagserfahrungen, in Bildern denen wir ein Stück weit ausgesetzt sind? In wieweit kann ich hier eingreifen und damit beginnen eine andere Geschichte zu erzählen?

Die Bildsprache der Foto-Installation ‚The girl is free‘ ist bewusst einfach gehalten. Es geht nicht so sehr um die Reflektion des Gefangenseins in der weiblichen Rolle und ihren Restriktionen. Sondern vielmehr darum durchzu- atmen, auszuholen, die Bewegung und vor allem die Protagonistinnen zu feiern.

Die hier gezeigten Mädchen und jungen Frauen sind allesamt Spezialistinnen in der Darstellung von Bewegung. Sie betreiben seit vielen Jahren Kunst- und Geräteturnen oder Ballett. Diese Persönlichkeiten aus der Turnhalle und dem Studio herauszuholen und ihr Können und selbstbewusstes Umgehen mit ihrem Körper im Freien darzustellen war mir ein grosses Anliegen und Ver- gnügen.

© Mirjam Wanner, März 2017

Kontakt: info@mirjamwanner.ch