„Hammock time“ Freitag, 1 – 3. September 2017

«Hängematten-Zeit» ist ein künstlerisches Projekt zum Thema Freizeit im Merkurgarten Zürich

Hängematten im Merkurgarten

Fotomontage: Verica Kovacevska

 

Am ersten September-Wochenende verwandelt sich der Merkurgarten in Zürich in ein kleines Hängematten-Paradies. Ein Künstlerprojekt lädt zur Beteiligung ein!

Daten von Hammock Time:

Freitag, 1. September 2017, ab 18.00

Samstag, 2. September 2017, 11–18 Uhr

Sonntag, 3. September 2017, 11–18 Uhr

Bei Regen werden die Zeiten angepasst. Infos unter 076 332 55 84

Besucherinnen und Besucher des Merkurgartens in Zürich werden an drei aufeinander folgenden Tagen von einer Künstlergruppe eingeladen, sich in eine Hängematte zu legen. Ziel ist eine veränderte Perspektive in der Horizontale einzunehmen, sich frei schwingenden Tagträumen und ausgiebiger Entspannung hinzugeben. Hängematten-Besuchende werden danach ermutigt, eine Spur ihrer Erfahrung in Wort, Zeichen oder Farbe im Hammock-Time-Archiv zu hinterlassen. Das Projekt richtet sich an Erwachsene wie auch an Kinder.

Einer vietnamesischen Tradition folgend werden mehrere Hängematten im Merkurgarten zwischen Schatten spendenden Bäumen in der Nähe von Strassen aufgespannt sein.

Gespielt wird mit dem Kontrast von der schwingenden Hängematte als Metapher von Freizeit, Musse und Untätigkeit, und dem Verkehr als Symbol von zielgerichteter Aktivität und funktionaler Bewegung. Hammock Time untersucht Konzepte von Freizeit in der Stadt und wirft folgende Fragen auf: Was passiert, wenn wir unsere Frei-Zeit auf Nichts-Tun reduzieren? Das Projekt ist ein Angebot von freier Zeit: Welchen Raum, welche Form geben wir ihr? Welchen Wert? Wie erleben wir sie?

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von drei Schweizer Künstlerinnen und einer Kunsthistorikerin: Amaya Ha Minh, Verica Kovacevska, Nele Gesa Stürler und Angelica Tschachtli; kuratiert von Hanga Séra, Kuratorin der „kunst pflanzen“ Serie im Merkurgarten.

Die Künstlergruppe bereitet das Projekt Hammock Time vor

Foto: Angelica Tschachtli

 

Kontakt:

Zum Merkurgarten: Hanga Séra (Deutsch), info@seraildi.com, ab 2.8.17

Verica Kovacevska, 076 535 01 91 (English, Deutsch), verica@kovacevska.net, 5.8.–8.8.17 / ab 21.8.17

Amaya Ha Minh, 076 516 67 67 (Français, Español, English), amaya_haminh@hotmail.com, ab 8.8.17

Nele Gesa Stürler, 079 814 44 42 (Deutsch, Français), nele@bluewin.ch, ab 2.8.17

Angelica Tschachtli, 076 332 55 84 (Deutsch), angelica@tschachtli.net, ab 28.8.17

 

Beteiligte:

Amaya Ha Minh

1975 in Lausanne/Schweiz geboren, mit spanischen und vietnamesischen Wurzeln. Ausbildung an der Ecole Hôtellière de Lausanne und in expressiver Kunsttherapie (2008–2009). Autodidaktische Malerin, seit 2002 Studio in der Ateliergemeinschaft Bellevaux. Malerisch erkundet sie die Gemeinsamkeiten verschiedener geografischer Räume und Themen wie Anachronismus. Während vier Jahren Co-Leiterin eines Malateliers für Personen mit mentalen Behinderungen und Personen mit schwierigem Migrationshintergrund.

www.amayahaminh.tumblr.com

Verica Kovacevska

1982 in Skopje/Mazedonien geboren. Seit 2009 lebt und arbeitet sie in Zürich. Ihre performativen Kunstprojekte ermöglichen häufig eine direkte Teilnahme des Publikums und fokussieren auf Themen der städtischen Umgebung. Sie stellt regelmässig in Europa und Übersee aus (z.B. 11. Manifesta, Zürich; re.act.feminism, Akademie der Künste, Berlin; 4. Moskau Biennale, Moskau; Belgrad: Nonorts, Museum für Zeitgenössische Kunst, Belgrad; Other Possible Worlds, Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain, Luxembourg; Liquid Cities, Micro Museum, New York). Sie studierte Visual Arts with Theatre and Performance an der Universität Plymouth, England (BA, 2004) und Arts, Culture and Education an der Universität Cambridge (MPhil, 2007).

www.kovacevska.net

Nele Gesa Stürler

1965 in Baden-Baden/ Deutschland geboren. Studium der Bühnengestaltung an der Akademie der Bildenden Künste, Wien (1986–1991). Assistenz in Film-, Theater- und Opernprojekten in Hamburg, London, Brüssel, Berlin und Wien. Als freie Bühnen- und Kostümdesignerin tätig in Berlin, München und Graz (1992–2001). Tätig als Bildhauerin, Malerin, Fotografin sowie in einer Institution für Behinderte. Seit 2005 lebt und arbeitet sie in der französischsprachigen Schweiz.

www.nelegesa.net

Angelica Tschachtli

1976 in Bern/Schweiz geboren. Seit 2013 Redaktorin SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) sowie wiss. Mitarbeiterin für Digitale Kunstgeschichte, Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta), ETH Zürich. Ausgebildete Primarlehrerin. Studium der Kunstgeschichte an der Universität Freiburg i. Ue. (2002–2011). Redaktorin bei der Tageszeitung «Freiburger Nachrichten» (2001–2010). Wiss. Mitarbeiterin bei der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern (2012–13).

www.sik-isea.ch

Hängematten in Vietnam

Foto: Amaya Ha Minh

 

kunst pflanzen – Vernissage 8. Juli 2017 18:00

Die Künstlerinnen Mirjam Wanner und Hanga Séra stellen ihre grossformatigen Serien „The girl is free“ und „The sky is the limit“ in den Merkurgarten. Die Serien bestehen aus drei Fotografien und bilden je ein räumliches Gebilde.

Vernissage mit Künstlergespräch und Barbecue am Samstag, 8. Juli 2017 um 18:00

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„The sky is the limit“

Ortspezifische Foto-Installation für den Merkurgarten von Hanga Séra, 2017

Der Merkurgarten ist ein Ort der Ruhe.

Mitten in der Stadt, unweit des Bahnhofs Stadelhofen ist er ein faszinierendes Gemisch aus Gemeinschaftsgarten, Kunstraum und seit neuestem auch Le- bensmittelgeschäft. Beobachte ich die NutzerInnen durch das ganze Jahr, sehe ich, dass viele sich hier eine Pause gönnen:

Jugendliche aus den Sekundarschulen der Umgebung verbringen ihre Mittags- pausen hier, in streng nach Geschlechtern getrennten Gruppen. RentnerInnen schauen bei dem Max Bottini-Tisch vorbei und stellen neue Weingläser oder Karaffen auf den Tisch, HundebesitzerInnen spazieren vorbei und halten an für ein Moment bei der Kunstkiste von Microcollection. Der Palettenwürfel mit dem Pizzaofen dient als Schatten spendendes Element für ein Mittagsschläf- chen im Sommer. Es ist ein Ort, der mir immer wieder das Gefühl gibt, weniger Regeln befolgen zu müssen als an anderen öffentlichen Orten der Stadt.

Dieses Gefühl der Freiheit ist die Basis meiner Serie.

Es sind Ausschnitte von Szenen, die die BetrachterInnen frei ergänzen können: ein Stück Strand, ein Stück Himmel, ein wenig Drachen. Eine Meerjungfrau mit lackierten Fingernägeln. Der Himmel über einen fernen Ort, ob im Norden oder im Süden, ist nicht klar. Die Wolken, blau und grau und rosa, könnten aber auch über Zürich schweben.

Meine Bilder sind wie Teile einer Comics, einer Geschichte mit offenem Anfang und ungewissem Ende.

© Hanga Séra, 2017

Kontakt: info@seraildi.com

 

„The girl is free“

Ortspezifische Foto-Installation für den Merkurgarten von Mirjam Wanner, 2017

Meine Rolle als visuelle Künstlerin lege ich immer wieder so aus, dass ich Bilder produziere, die ich vergeblich suche. Bilder, die inspirieren und den Blick differenzieren und in einer Form aufbrechen müssen. Die Fragen die ich mir zu und während dieser Arbeit stellte: Was macht das mit uns, dass Mädchen und Frauen nicht den gleichen Zugang und Umgang in und mit dem (öffentlichen) Raum haben. Wo fängt die Zensur an? In der Erziehung, in Alltagserfahrungen, in Bildern denen wir ein Stück weit ausgesetzt sind? In wieweit kann ich hier eingreifen und damit beginnen eine andere Geschichte zu erzählen?

Die Bildsprache der Foto-Installation ‚The girl is free‘ ist bewusst einfach gehalten. Es geht nicht so sehr um die Reflektion des Gefangenseins in der weiblichen Rolle und ihren Restriktionen. Sondern vielmehr darum durchzu- atmen, auszuholen, die Bewegung und vor allem die Protagonistinnen zu feiern.

Die hier gezeigten Mädchen und jungen Frauen sind allesamt Spezialistinnen in der Darstellung von Bewegung. Sie betreiben seit vielen Jahren Kunst- und Geräteturnen oder Ballett. Diese Persönlichkeiten aus der Turnhalle und dem Studio herauszuholen und ihr Können und selbstbewusstes Umgehen mit ihrem Körper im Freien darzustellen war mir ein grosses Anliegen und Ver- gnügen.

© Mirjam Wanner, März 2017

Kontakt: info@mirjamwanner.ch

Quartiergartentag Hottingen, Hirslanden, Riesbach am Samstag, 17. Juni

Am Samstag, 17. Juni findet der Quartiergartentag Hottingen, Hirslanden, Riesbach statt, an dem wir auch dieses Jahr wieder teilnehmen werden. Von 10 bis 16 Uhr bieten wir geführte Besichtigungen der Merkurgartens an. Um 12 Uhr treten Swingingpool mit Jazz Manouche bereits zum zweiten Mal im Merkurgarten auf!

> Detailliertes Programm inkl. Karte der zu besichtigenden Privatgärten: http://www.qv-hirslanden.ch/events/gartentag-17.6.17/

Gartenkurs im Merkurgarten: Sa, 8. April, 15-18 Uhr

Gartenkurs

mit Gärtner Michael Hans, Paradiesgärten
für Kisten-, Dachterrassen- und Balkongärtner.

Der Kurs ist praxisbezogen und geht auf deine Fragen und Bedürfnisse ein. Zu Beginn ein Referat, Fragenbeantwortung, Besuch der Kisten, Erfahrungs- austausch, Umsetzung.

Eine Auswahl Samen, Dünger und Werkzeug bringe ich mit.

Im Frühjahrskurs: Planung und Fruchtfolge, Bodenleben, Düngung, geeignetes Gemüse, praktische Tips. Im Herbstkurs: Einwintern. Späte Saaten von überwinternden Salaten und Gemüse, Düngung, Mulchen, Naturbeobachtungen

Es können vorher Setzlinge am Pflanzen(tausch)markt im Labyrinthgarten im Kasernenareal gekauft werden.

Ort: Merkurgarten, Merkurstrasse 10, 8032 Zürich

Buchung, Anmeldung: Die Kurse können unabhängig voneinander gebucht werden. Bitte anmelden bis 1 Woche im Voraus, spontanes Erscheinen ist auch willkommen. Wenn wir wegen dem Wetter verschieben müssen, bekommst Du bis am Vorabend ein Mail.

Anmeldung und Fragen: Michael Hans, michael.hans@bluewin.ch, 079 419 92 37.

 

 

Gartenstart am Sonntag, 26. März

Der Pflanzkisten-Zügeltag rückt näher…
Wir starten in die 4. Saison! Am Sonntag, 26. März, 10:00 geht es wieder los. Wir begehen den Start der Gartensaison wiederum mit einem Brunch und etwas Gartenarbeit. In diesem Jahr ist aber ansonsten fast alles anders. Das steht auf dem Programm:
1. Am Sonntag, 26. März möchten wir als erstes alle zusammen die alte Erde aus den Pflanzkisten entfernen und durch frische Komposterde ersetzen. Anschliessend können wir schon die erste Einsaat oder Pflanzung vornehmen.
2. Am Dienstag, 2. Mai beginnen die Bauarbeiten für das MIGROS Provisorium. An diesem Tag werden unsere Pflanzkisten mit einem Kran an ihren zwischenzeitlichen Standort entlang des Wegs versetzt. Dort verbleiben sie, bis sie Mitte Juni wieder mit einem Kran auf das Dach des Provisoriums gehoben werden können. Das Gartenhaus und der Kompostplatz werden Anfang Mai ebenfalls an ihren neuen Standort versetzt.
3. Am Samstag, 17. Juni findet der Quartiergartentag Hottingen, Hirslanden, Riesbach statt, an dem wir auch dieses Jahr wieder teilnehmen werden. Vorher findet die Kistenwanderung auf die vorbestimmten Plätze auf dem Dach statt. Am 17. Juni können wir also gleichzeitig die Eröffung des Dachgartens feiern, welcher während zwei Jahren die Heimat des Merkurgartens sein wird.
Den Baumhain mit dem Pizzaofen und den Tischen und Bänken können wir während des MIGROS Provisoriums weiter nutzen. Sie stehen unseren Mitgliedern und auch den Quartierbewohnern zur freien Verfügung. Ausserdem planen wir die Einrichtung einer Gartenbar. Wer würde gerne dabei mithelfen?
In diesem Jahr gibt es auch eine dritte Auflage unserer Reihe „kunst pflanzen“, wiederum kuratiert von Ildikó / Hanga Séra. Sie startet voraussichtlich im Juni.
Wir planen wiederum einen Gartenkind-Kurs. Schulkinder im Alter von +/- 10 Jahren lernen unter Anleitung einer erfahrenen Kursleiterin von Bioterra einmal pro Woche alles übers Gärtnern in der Stadt und haben Spass miteinander. Der Kurs wird demnächst ausgeschrieben und soll nach den Frühlingsferien starten. Interessenten können sich bereits bei uns melden (Adresse siehe unten).
Wer möchte im Merkurgarten mitmachen? Es gibt noch freie Kisten! Interessiert melden sich bei merkurgarten@gmx.ch oder bei Thomas 078 601 45 72

1. Oktober 2016 – „The Story of Z.“ von Hanga Séra, HU / CH

Die Künstlerin Hanga Séra kombiniert in ihrer Serie „The Story of Z.“ Gedichte mit schwarz-weiss Fotografien, um auf diese Art und Weise imaginäre Zürcher Biografien zu erschaffen. Es sind Stimmungen gewisser Orte in der Stadt, die die Künstlerin zu dieser Arbeit inspiriert haben. Kinder und Erwachsene, Frauen und Männer erscheinen in den Texten, die mit den Bildern eine zusätzliche Assoziationsebene erhalten.

Für den Merkurgarten hat Hanga Séra eine räumliche Anordnung der Serie geschaffen, die es ermöglicht, Teile der grossen Wiese mit den Text-Bildern zu bespielen.

Leider musste wegen dem Regen die eigentliche Anordnung der Arbeiten geändert werden, um unter dem aufgestellten Zelt Platz für die installation zu haben.

 

www.seraildi.com

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10. September 2016 – „Törichter Baum / eigentlich wollte ich über Bäume reden“ von Gunter Wagner, DE

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Der deutsche Künstler Gunter Wagner entwickelte seine Arbeit für den Merkurgarten in einem langsamen Prozess: in Holland, wo er derzeit lebt, baute er monatelang an verschiedenen Varianten des törichten Baumes. Aus vielen Holzarten zusammengesetzt, in unterschiedlichen Grössen und Formen getestet, näherte er sich dem endgültigen Werk. Er teilte die Äste diverser Bäume in Stücke, verband sie mit Schrauben und Stiften, ritzte Wörter in das Holz, goss sie mit Zinn aus. Der dadurch entstandene Satz „Eigentlich wollte ich über Bäume reden“ wird durch Umkreisen des Baumes lesbar. Er ist eine Anspielung auf das Gedicht „An die Nachgeborenen“ von Bertolt Brecht:

Was sind das für Zeiten, wo

Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist

Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!

Gunter Wagners Plan, eine Arbeit über Bäume zu realisieren, erschien ihm aufgrund des Rechtsrucks in Europa, der Flüchtlingskrise, der vielen anderen Krisenherden derzeit in der Welt, als weltfremd. Deswegen verneint er sein Werk quasi durch die eingeritzten Worte.

Er kam am 8. September 2016 nach Zürich und machte sich gleich heran, die Installation im Merkurgarten anzubringen. Der Boden war leider nach 30cm nicht einmal mit dem Erdbohrer zu bewältigen. Es befindet sich unter dem Merkurgarten eine feste Kiesschicht. Deswegen war die Befestigung des Baumes eine Herausforderung, die er aber mithilfe einiger Tricks erfolgreich bewältigt hatte.

Die Vernissage begann mit einem gemütlichen Beisammensein samt Speis und Trank. Die Gäste erhielten zuerst eine Führung durch die bisherigen Werke der „kunst pflanzen“-Reihe, um als Höhepunkt zum neuesten Kunstwerk zu gelangen. Gunter Wagners Erklärungen, seine Anspielung auf das Brecht-Gedicht fand grossen Beifall.

Die Installation wurde realisiert mit der freundlichen Unterstützung der Deutschen Botschaft Bern, des Migros Kulturprozent, GZ Hottingen und Gartenjahr2016.

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Gartenkindkurs 2016 – Zwischenbericht

Die Gartenkinder mit Kursleiterin Yasemin Sieber

Die Gartenkinder mit Kursleiterin Yasemin Sieber

Gartenbeete

Fünf Gartenbeete wurden für die Gartenkinder reserviert.

Becherlupe, Gartenhaus

Arbeiten mit der Becherlupe im Gartenhaus.

Im Projekt «Gartenkind» von Bioterra lernen Kinder ausserhalb der Schule im Biogarten den Umgang mit der Natur kennen. Ende März startete der Gartenkurs, der noch bis Ende September dauert, im Merkurgarten. Acht Gartenkinder bepflanzen und pflegen zu zweit ihr Gartenbeet und erleben dabei auf vielfältige Weise ein Gartenjahr.

Das feuchte Wetter im Frühling und Frühsommer erleichterte massiv das Giessen der Beete, lockte jedoch sehr viele Schnecken an. So waren viele Keimlinge und Setzlinge von Mais, Busch- und Stangenbohnen und weiteren Gartenpflanzen ein gefundenes Fressen für die Gartenbewohner – aber auch dies gehört zum Gärtnern dazu. Gartenkresse, Spinat, verschiedene Salate und Radiesli bereicherten jedoch bereits die Mahlzeiten der Gartenkinder – nach den Ferien folgen Kartoffeln, Gurken, Zughetti, Randen und Co.

Neben der praktischen Gärtnerarbeit durfte auch etwas Theorie mit Experimenten nicht fehlen. Dabei wurden unter anderem die Herkunft der Kartoffel, der Aufbau des Bodens mit einem Versuch zum Bodenprofil, die Entstehung von Kompost mit Bestimmung der Komposttierchen sowie die Vermehrungsstrategien von Pflanzen behandelt.

Ich wünsche den Gartenkindern mit der neuen Kursleiterin weitere schöne grüne Erlebnisse sowie ein krönendes Gartenfest als Abschluss.

August 2016 / Yasemin, Kursleiterin bis zu den Sommerferien

24-27. August 2016 „Entschleunigung“ – Bewegungsworkshop mit duoSRAWUSCH

 

Die beiden Mitglieder der Gruppe duoSRAWUSCH, Sabine Wuschek und Franz Sramek haben den ersten Teil ihrer Workshopserie planmässig am 24. August um 17:00 im GZ Riesbach begonnen. Es ging in der ersten Stunde um Entspannungsübungen, in der zweiten und dritten Stunde um das Sensibilisieren der WorkshopteilnehmerInnen füreinander durch die gemeinsamen Bewegungen.
Am 25. August sammelten die Workshopteilnehmer erste Erfahrungen mit der Entschleunigung. Sie bewegten sich nach den Entspannungsübungen zwei Stunden lang mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten gemeinsam durch Innen- und Aussenräume.
Am 26. August haben die duoSRAWUSCH zusammen mit der Workshopgruppe in der letzten halben Stunde des Workshops den Aufführungsort der Performance am Kreuzplatz besucht, um bezüglich der Aufführung wichtige Entscheidungen zu treffen.
Am 27. August hat sich die Gruppe um 14:00 im grossen Saal der GZ Hottingen getroffen, um ein letztes Mal vor der Performance drei Stunden lang Entspannungs- und Aufwärmübungen für die Entschleunigung zu absolvieren.
Nach einer halbstündigen Pause um 17:30 hat sich das Duo mit den Teilnehmerinnen im Merkurgaren getroffen, um sich mit Atemübungen auf die Performance vorzubereiten.

Pünktlich um 18:00 startete die Performance auf dem Kreuzplatz.
Das klassizistische Gebäude, ein Überbleibsel der Kreuzkirche aus dem 19. Jahrhundert, das jetzt einen Kiosk beherbergt, bot genügend Möglichkeiten zur Interaktion mit dem Raum. Das Vorbeifahren eines Busses, eines Trams verwendeten die Performance-TeilnehmerInnen als gemeinsame Zeichen um den Verlauf der Performance zu ändern. PassantInnen, Tram- und Buspassagiere haben spontan geklatscht, manche haben für kurze Zeit auf der gegenüberliegenden Strassenseite mitgemacht, indem sie sich mit ähnlicher Geschwindigkeit bewegt haben. Nach einer Stunde intensiver Langsamkeit endete die Performance in einer gemeinsamen Schlussposition: die TeilnehmerInnen haben eine Telefonzelle, einen Strommast bzw. einen Zeitungsständer, als Kletterpflanzen umwachsen.
Nach der Performance gab es ein gemütliches Künstlergespräch mit Speis und Trank im Merkurgarten.

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Sabine Wuschek von duoSRAWUSCH im Vordergrund bei der Performance

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Franz Sramek von duoSRAWUSCH bei der Performance

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Momentaufnahme der Performance nach der ersten halben Stunde

beim kiosk

Die Performancegruppe beim neoklassizistischen Gebäude aus dem 19. Jhdt. am Kreuzplatz

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Die Performancegruppe auf dem Weg zur Schlussposition

9. Juli 2016 – Gorilla Gardening von Jorn Ebner

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Der Gorilla fing am 9. Juli um 13:00 in Zürich zu gärtnern an: zuerst ist er am Merkurplatz gesichtet worden, zog dann nach einer Stunde in den Artergut weiter, wo er zum Staunen vieler vor Ort Pflanzen anfertigte und einpflanzte.

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Der Gorilla verliess gegen 15:00 den Artergutpark und nahm Kurs auf den Merkurgarten.

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Dort setze er seine Gardening-Performance im Schatten der Fichten fort.

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Die Pflanzen des Gorilla fügten sich harmonisch in die üppige Flora des Gartens ein.

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Um 18:00 verwandelte sich der Gorilla in Jorn Ebner aus Berlin, der beim Künstlergespräch mit Ildikó Séra, Kuratorin der Reihe „kunst pflanzen 2.0“ über Dada, produktive Missverständnisse und die Präsenz als Gorilla sprach.

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Wir danken der Deutschen Botschaft und Migros Kulturprozent, dass sie die Veranstaltung ermöglicht haben.